Welches Geschäftskonto passt zu Selbstständigen? Hier finden Sie eine kompakte Einordnung von FYRST, finom, Qonto, Postbank und Deutsche Bank.
Wann brauchen Selbstständige ein Geschäftskonto?
Ein Geschäftskonto für Selbstständige ist besonders sinnvoll, wenn Kunden regelmäßig Rechnungen stellen, geschäftliche Zahlungen vom Privatkonto trennen möchten, mit Steuerberater oder Buchhaltungssoftware arbeiten, Karten für Betriebsausgaben benötigen oder mehrere Buchungen pro Monat haben.
Doch nicht jedes Konto passt zu jedem Selbstständigen. Vor der Empfehlung sollten Sie deshalb den Bedarf des Kunden einordnen:
- Welche Rechtsform hat der Kunde?
- Wie viele Buchungen fallen monatlich an?
- Wird Bargeld benötigt?
- Arbeitet der Kunde mit DATEV, sevDesk, Lexoffice oder einem Steuerberater?
- Werden Karten, Unterkonten oder Teamzugänge gebraucht?
- Soll die Kontoeröffnung online erfolgen?
- Wünscht der Kunde eine digitale Lösung oder eine klassische Bank?
FYRST: Geschäftskonto für Gründer, Freiberufler und Solo-Selbstständige
Passt gut für: digitale Freiberufler, Solo-Selbstständige, kleine Teams.

FYRST eignet sich für Selbstständige, die digitales Banking wünschen und gleichzeitig Wert auf Großbank-Kompetenz legen. FYRST ist eine Marke der Deutschen Bank und verbindet digitales Business-Banking mit der Sicherheit und Kompetenz einer etablierten Bank.
Hier sind besonders FYRST BASE und FYRST COMPLETE relevant.
FYRST BASE richtet sich an Gründer, Freiberufler und Solo-Selbstständige und enthält 50 kostenfreie Buchungsposten pro Monat.
FYRST COMPLETE ist für Unternehmer mit mehr Zahlungsverkehr gedacht und enthält 75 kostenfreie Buchungsposten sowie ein kostenloses Unterkonto. Zusätzlich gibt es ein FYRST Gründerkonto mit Geschäftskonto, DATEV-Schnittstelle und sevDesk-Buchhaltungssoftware.
finom: Geschäftskonto für digitale Selbstständige
Passt gut für: digitale Freiberufler, Solo-Selbstständige, kleine Teams.
finom passt gut zu Selbstständigen, die ihre Finanzen möglichst digital organisieren möchten. In der PROCHECK24 Übersicht werden unter anderem Cashback, Echtzeitservice, kostenlose physische und virtuelle Karten, DATEV- und Lexoffice-Integrationen sowie ein Rechnungsstellungstool genannt.
Damit ist finom besonders interessant für Freelancer, Berater, Agenturen, Kreative, IT-Dienstleister und kleine Teams, die wenig Bargeld nutzen und viel online arbeiten.
Qonto: Geschäftskonto für Selbstständige mit Strukturbedarf
Passt gut für: Gründer, Teams, Agenturen, kleine Unternehmen, Selbstständige mit Strukturbedarf.
Qonto ist eine passende Option, wenn Selbstständige mehr Struktur im Finanzalltag brauchen. In der Übersicht werden Unterkonten, Berechtigungen, Integrationen zu DATEV, sevDesk, Dropbox und Google Drive, Kundenservice sowie zusätzliche Karten genannt.
Damit eignet sich Qonto besonders für Selbstständige, die wachsen möchten oder bereits mit Mitarbeitenden, externen Dienstleistern oder mehreren Kostenbereichen arbeiten.
Postbank: Geschäftskonto für Selbstständige mit Bargeldbedarf
Passt gut für: Handwerker, Händler, regionale Dienstleister, Selbstständige mit Bargeldbedarf.
Die Postbank eignet sich für Selbstständige, die ein Geschäftskonto mit digitalem Zugang und klassischer Bankstruktur suchen. Zur Auswahl stehen die Modelle Postbank Business Giro, Business Giro aktiv und Business Giro aktiv plus, die sich je nach Nutzungsintensität für eine geringe, flexible oder intensive Nutzung eignen.
Ergänzend gibt es ein Postbank Gründerkonto mit Buchhaltungssoftware, DATEV-Schnittstelle sowie Debit- und Kreditkarte im ersten Jahr.
Besonders relevant ist die Postbank für Selbstständige mit regelmäßigem Bargeldbedarf: Mit der Postbank Card sind Bargeldauszahlungen und Einzahlungen an bis zu 6.000 Stellen deutschlandweit sowie an Schaltern der Postbank und Deutschen Bank möglich. Zusätzlich kann ein Bargeld-Code für Ein- und Auszahlungen im Einzelhandel genutzt werden.
Deutsche Bank: Geschäftskonto für etablierte Selbstständige
Passt gut für: etablierte Selbstständige, inhabergeführte Unternehmen, Kunden mit Beratungsbedarf oder komplexeren Finanzthemen.
Die Deutsche Bank eignet sich für Selbstständige, die eine etablierte Bank, persönliche Beratung und ein breiteres Leistungsspektrum wünschen. Die Geschäftskundenberatung umfasst mehr als 1.000 Mitarbeitende an über 100 Standorten. Zudem werden Erfahrung, globales Netzwerk und Beratungsexpertise hervorgehoben.
Zur Auswahl stehen Business BasicKonto, Business ClassicKonto und Business PremiumKonto. Das BasicKonto ist für geringe Nutzung gedacht, Classic für mittlere Nutzung und Premium für hohe Nutzung mit zusätzlichen Leistungen wie mehreren Karten, Unterkonto und Abruf von Kontoinformationen durch Service-Rechenzentren.
Digitale Bank oder klassische Bank?
Digitale Kontolösungen wie finom, Qonto und FYRST passen gut zu Selbstständigen, die online arbeiten, wenig Bargeld benötigen, schnell eröffnen möchten, Buchhaltung digital anbinden oder Karten und Unterkonten nutzen wollen.
Klassischere Banklösungen wie Postbank und Deutsche Bank passen eher zu Selbstständigen mit Bargeldbedarf, Wunsch nach Filiale, telefonischer Erreichbarkeit, etablierter Bankmarke oder weiterem Beratungsbedarf.
Das richtige Geschäftskonto hängt vom Alltag ab
Ein Geschäftskonto für Selbstständige sollte zum Geschäftsmodell, zur Rechtsform und zur täglichen Nutzung passen. Entscheidend sind Buchungsvolumen, Bargeldbedarf, digitale Arbeitsweise, Buchhaltung, Kartenbedarf und gewünschte Bankstruktur.
Für Sie als Vermittler ist das Geschäftskonto damit ein sinnvoller Beratungsbaustein: Es hilft Kunden bei einer wichtigen Entscheidung und macht weitere Finanzthemen sichtbar.
Jetzt aktiv werden
Damit Sie direkt loslegen können, haben wir bereits für Sie bereits vorgearbeitet:
„Eine passende Kampagne sowie verschiedene Social-Media-Vorlagen finden Sie als Partner kostenlos auf Digidor oder in unserem Werbemittelbereich.„



