In diesem Artikel erfahren Sie, worin sich Tippgeber und Kreditvermittler unterscheiden, für wen welches Modell geeignet ist und wann das Tippgebermodell für Ratenkredite besonders sinnvoll sein kann.
Viele Makler, Berater und Vertriebsprofis sprechen täglich mit Kunden, bei denen ein Finanzierungsbedarf entsteht. Vielleicht möchte ein Kunde bestehende Kredite ablösen, ein Auto finanzieren, eine Renovierung planen oder kurzfristig mehr finanziellen Spielraum schaffen.
Dann stellt sich schnell die Frage: Soll ich selbst einen Kredit vermitteln oder den Kunden als Tippgeber weiterleiten?
Der Unterschied ist wichtig. Denn ein Tippgeber übernimmt eine andere Rolle als ein Kreditvermittler. Während ein Tippgeber vor allem den Kontakt herstellt, begleitet ein Kreditvermittler den Kunden aktiver durch den Kreditprozess.
Was ist ein Tippgeber?
Ein Tippgeber erkennt einen möglichen Kreditbedarf und leitet den Kundenkontakt oder die Kreditanfrage an einen spezialisierten Partner weiter.
Der Tippgeber übernimmt in der Regel keine eigene Kreditberatung. Er vergleicht keine konkreten Kreditangebote, spricht keine Produktempfehlung aus und begleitet den Kunden nicht selbst bis zum Kreditabschluss.
Kurz gesagt: Der Tippgeber stellt den Kontakt her. Die weitere Prüfung, Beratung und Abwicklung übernehmen Kreditexperten.
Das Tippgebermodell eignet sich deshalb besonders für Personen und Unternehmen, die nah am Kunden sind, aber keinen eigenen Kreditvermittlungsprozess aufbauen möchten.
Wer Ratenkredit-Anfragen weiterleiten möchte, kann sich hier genauer informieren:
Was ist ein Kreditvermittler?
Ein Kreditvermittler ist deutlich aktiver in den Kreditprozess eingebunden. Er unterstützt Kunden bei der Kreditanfrage, erklärt Finanzierungsmöglichkeiten, begleitet die Zusammenstellung von Unterlagen und wirkt am Abschluss mit.
Je nach konkreter Tätigkeit können dafür rechtliche Anforderungen relevant sein. Wer Kunden aktiv durch den Kreditprozess führt, sollte daher prüfen, welche Erlaubnisse, Pflichten und Dokumentationsanforderungen für das eigene Geschäftsmodell gelten.
Mehr zur rechtlichen Einordnung finden Sie hier:
§34k GewO: Was Kreditvermittler wissen müssen
Kurz gesagt: Ein Kreditvermittler begleitet den Kunden aktiv bei der Suche nach einer passenden Finanzierung.
Tippgeber und Kreditvermittler im Vergleich
| Kriterium | Tippgeber | Kreditvermittler |
|---|---|---|
| Rolle | Leitet Kundenkontakt oder Anfrage weiter | Begleitet den Kunden aktiv im Kreditprozess |
| Beratung | Keine eigene Kreditberatung | Beratung kann Teil der Tätigkeit sein |
| Aufwand | Gering | Höher |
| Verantwortung | Begrenzter | Größer |
| Fachwissen | Grundverständnis für Kundenbedarf reicht oft aus | Kreditfachwissen erforderlich |
| Prozess | Weitergabe an Experten | Aktive Begleitung bis zum Abschluss |
| Geeignet für | Makler, Berater, Vertriebe mit Kundenkontakt | Finanzprofis mit aktivem Vermittlungsmodell |
Für wen eignet sich das Tippgebermodell?
Das Tippgebermodell passt besonders gut, wenn Sie regelmäßig Kundenkontakt haben und dabei Finanzierungsbedarf erkennen, aber selbst keine Kreditberatung leisten möchten.
Geeignet ist das Modell zum Beispiel für:
- Versicherungsmakler
- Immobilienmakler
- Energieberater
- Kfz-Händler
- Finanzdienstleister
- Vertriebsorganisationen
- Unternehmensberater
- Dienstleister mit regelmäßigem Kundenkontakt
In vielen Kundengesprächen entsteht Finanzierungsbedarf ganz natürlich. Ein Kunde möchte vielleicht mehrere Kredite zusammenfassen, eine größere Anschaffung finanzieren oder vorhandene Liquidität schonen.
Als Tippgeber können Sie diesen Bedarf aufgreifen und die Anfrage an einen spezialisierten Partner weiterleiten. So helfen Sie Ihrem Kunden weiter, ohne selbst Bankkontakte, Kreditprozesse oder Beratungsstrukturen aufzubauen.
Beispiele aus der Praxis
Versicherungsmakler
Ein Versicherungsmakler erfährt im Gespräch, dass ein Kunde mehrere bestehende Kredite ablösen möchte. Der Makler möchte keine eigene Kreditberatung leisten, aber dem Kunden trotzdem weiterhelfen.
Als Tippgeber kann er die Anfrage weiterleiten. Die weitere Prüfung und Beratung erfolgt durch spezialisierte Kreditexperten.
Immobilienmakler
Ein Immobilienkäufer plant nach dem Kauf Renovierungen und benötigt dafür zusätzliche Liquidität. Der Immobilienmakler erkennt den Bedarf, möchte aber nicht selbst als Kreditvermittler auftreten.
Auch hier kann das Tippgebermodell sinnvoll sein. Der Makler stellt den Kontakt her, die weitere Kreditbearbeitung übernimmt ein spezialisierter Partner.
Kfz-Händler
Ein Kunde interessiert sich für ein Fahrzeug, benötigt aber noch eine passende Finanzierung. Wenn der Händler keine eigene Kreditberatung durchführen möchte, kann er die Anfrage als Tippgeber weitergeben.
Der Kunde erhält professionelle Unterstützung, während der Händler sich weiter auf sein Kerngeschäft konzentriert.
Wann ist ein Vermittlermodell sinnvoller?
Ein Vermittlermodell passt besser, wenn Kreditvermittlung aktiv Teil Ihres Geschäftsmodells sein soll.
Das ist vor allem dann sinnvoll, wenn Sie:
- regelmäßig Ratenkredite vermitteln möchten
- Kunden selbst im Kreditprozess begleiten wollen
- Kreditangebote fachlich erklären können
- Unterlagen prüfen und einordnen möchten
- rechtliche Anforderungen eigenständig erfüllen wollen
- Kreditvermittlung als festen Umsatzbaustein aufbauen möchten
Der Vorteil liegt in der stärkeren Kontrolle über den Prozess. Gleichzeitig steigen aber auch Aufwand, Verantwortung und Anforderungen an Fachwissen und Dokumentation.
Vorteile des Tippgebermodells
Das Tippgebermodell ist vor allem dann stark, wenn Sie Kundenbedarf erkennen, aber keinen eigenen Kreditbereich aufbauen möchten.
Die wichtigsten Vorteile:
- Geringer Aufwand
- Keine eigene Kreditberatung
- Zusätzlicher Kundenservice
- Klares Rollenverständnis
- Zusätzliches Ertragspotenzial
- Fokus auf das eigene Kerngeschäft
So funktioniert das Tippgebermodell mit PROCHECK24
Das Tippgebermodell mit PROCHECK24 ist auf einen einfachen Ablauf ausgelegt.
Grundsätzlich funktioniert der Prozess so::
- Sie erkennen beim Kunden einen möglichen Kreditbedarf.
- Sie leiten die Anfrage an PROCHECK24 weiter.
- Kreditexperten prüfen die Möglichkeiten.
- Der Kunde wird im weiteren Prozess professionell begleitet.
- Bei erfolgreichem Abschluss erhalten Sie eine Tippgebervergütung.
Für Sie bedeutet das: Sie müssen keinen eigenen Kreditprozess aufbauen und keine eigene Kreditberatung leisten. Die weitere Bearbeitung erfolgt durch spezialisierte Experten.
Für Ihren Kunden bedeutet das: Er erhält Unterstützung bei seiner Finanzierungsanfrage, statt mit seinem Bedarf allein zu bleiben.
Mehr Informationen zum Ablauf finden Sie hier:
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Fazit: Tippgebermodell als schlanker Einstieg
Tippgeber und Kreditvermittler unterscheiden sich vor allem durch ihre Rolle im Prozess.
Der Tippgeber erkennt einen Finanzierungsbedarf und leitet die Anfrage weiter. Der Kreditvermittler begleitet den Kunden aktiv durch den Kreditprozess.
Wenn Sie regelmäßig mit Kunden sprechen, aber keine eigene Kreditberatung leisten möchten, kann das Tippgebermodell der passende Weg sein. Sie helfen Ihrem Kunden weiter, bleiben in Ihrer Rolle klar abgegrenzt und schaffen gleichzeitig zusätzliches Ertragspotenzial.
Häufige Fragen zu Tippgebern und Kreditvermittlern
Was ist der Unterschied zwischen Tippgeber und Kreditvermittler?
Ein Tippgeber leitet einen Kundenkontakt oder eine Kreditanfrage weiter. Ein Kreditvermittler begleitet den Kunden aktiv im Kreditprozess, zum Beispiel durch Beratung, Angebotsvergleich oder Unterstützung beim Abschluss.
Darf ein Tippgeber Kredite beraten?
Ein Tippgeber sollte keine eigene Kreditberatung leisten. Seine Rolle besteht darin, den Kontakt oder die Anfrage an einen spezialisierten Partner weiterzugeben.
Für wen lohnt sich ein Tippgebermodell?
Ein Tippgebermodell lohnt sich für Makler, Berater, Vertriebe und Dienstleister mit regelmäßigem Kundenkontakt, die Finanzierungsbedarf erkennen, aber keinen eigenen Kreditvermittlungsprozess aufbauen möchten.
Kann man als Tippgeber mit Ratenkrediten Geld verdienen?
Ja, bei vielen Tippgebermodellen entsteht bei erfolgreichem Abschluss eine Tippgebervergütung. Die genaue Vergütung hängt vom jeweiligen Partnerprogramm und den geltenden Bedingungen ab.
Was macht PROCHECK24 nach der Weiterleitung einer Anfrage?
Nach der Weiterleitung prüfen Kreditexperten die Anfrage und begleiten den Kunden im weiteren Prozess. Der Tippgeber muss die Kreditberatung nicht selbst übernehmen.
Ist ein Tippgebermodell einfacher als aktive Kreditvermittlung?
Ja, in der Regel ist das Tippgebermodell einfacher, weil der Tippgeber nicht selbst berät, keine eigenen Kreditprozesse aufbaut und die weitere Bearbeitung an spezialisierte Experten übergibt.



