Procheck24

Energie

Städ­te­ver­gleich: Wo lohnt sich der Wech­sel des Ener­gie­an­bie­ters besonders?

Das Ver­gleichs­por­tal CHECK24 hat die Städ­te ermit­telt, in denen das Spar­po­ten­zi­al durch einen Strom- oder Gas­an­bie­ter­wech­sel am höchs­ten ist. Auf Platz 1 der Top Spar-Städ­te lan­de­te das baye­ri­sche Wald­krai­burg: Hier spa­ren Strom­kun­den bis zu 661 Euro. Bei Gas spa­ren Wechs­ler aus dem thü­rin­gi­schen Mar­tin­ro­da mit bis zu 1.152 Euro am meisten.

In Wald­krai­burg zah­len Kun­den in der Grund­ver­sor­gung für 5.000 kWh Strom 1.825 Euro, wäh­rend sie bei den zehn güns­tigs­ten Alter­na­tiv­an­bie­tern durch­schnitt­lich nur 1.167 Euro bezah­len. Ihr Ein­spar­po­ten­zi­al liegt somit bei 36 Pro­zent. Viel­spa­rer sind auch in den Gemein­den Zeitz (Sach­sen-Anhalt) und Helm­ho­fen (Bay­ern) zu fin­den, sie lan­den im Ran­king auf den Plät­zen zwei und drei. Auch die Ber­li­ner kön­nen sich über eine Kos­ten­er­spar­nis von 27 Pro­zent freuen.

Beim Gas­an­bie­ter­wech­sel haben Ver­brau­cher aus dem thü­rin­gi­schen Mar­tin­ro­da mit einem Spar­po­ten­zi­al von 54 Pro­zent die Nase vor­ne. Der Grund­ver­sor­gungs­ta­rif liegt für 20.000 kWh bei 2.126 Euro, im Gegen­satz dazu kos­tet die glei­che Men­ge an Erd­gas bei den zehn güns­tigs­ten alter­na­ti­ven Ver­sor­gern im Schnitt nur 973 Euro. Dicht gefolgt wird Mar­tin­ro­da von Hückes­wa­gen (Nord­rhein-West­fa­len) auf Platz 2 und Hör­sel­berg-Hai­nich (Thü­rin­gen) auf Platz 3. Doch auch in den Groß­städ­ten Leip­zig und Frank­furt am Main pro­fi­tie­ren Gas­kun­den von einem Wech­sel. Sie zah­len gegen­über der Grund­ver­sor­gung im Schnitt 46 Pro­zent weniger.

Um die Zah­len aus­zu­wer­ten, hat CHECK24 exem­pla­risch für jeweils eine Post­leit­zahl aus jedem Netz­ge­biet den Preis des ört­li­chen Grund­ver­sor­gers mit dem Durch­schnitts­preis der zehn güns­tigs­ten alter­na­ti­ve Strom- bzw. Gas­an­bie­ter ver­gli­chen. Gerech­net wur­de mit dem durch­schnitt­li­chen Jah­res­ver­brauch eines Vier-Per­so­nen-Haus­halts: 5.000 kWh bei Strom bzw. 20.000 kWh bei Erdgas.

Stei­gen­de Strom­netz­ge­büh­ren vor allem im Nor­den und Süden

Die Ener­gie­wen­de soll im neu­en Jahr deut­lich stei­gen­de Strom­netz­ge­büh­ren mit sich brin­gen. Unter ande­rem der Wind­strom aus dem Nor­den, der mit neu­en Lei­tun­gen oft von weit auf hoher See lie­gen­den Off­shore-Anla­gen in den Süden gebracht wer­den muss, sorgt für stei­gen­de Prei­se. Die Ener­gie­wen­de zah­len momen­tan also vor allem die Ver­brau­cher – mit stei­gen­den Netz­kos­ten. So rech­net ein bekann­tes unab­hän­gi­ges Ver­brau­cher­por­tal mit einem Anstieg von durch­schnitt­lich etwa vier Pro­zent, stei­gen­de Zah­len wer­den auch von einem Spre­cher der Bun­des­netz­agen­tur bestä­tigt. Bei Ampri­on, dem Betrei­ber von Deutsch­lands längs­tem Hoch­span­nungs­netz, sol­len die Netz­ent­gel­te durch­schnitt­lich sogar um 8,3 Pro­zent ansteigen.

 Nöti­ge Ein­grif­fe in den Strom­fluss ver­ur­sa­chen hohe Kosten

Nicht zuletzt müs­sen wei­ter­hin auch immer mehr Ein­grif­fe in den Netz­be­trieb finan­ziert wer­den: Durch die schwan­ken­de Pro­duk­ti­on von Wind- und Son­nen­kraft­wer­ken müs­sen Netz­ma­na­ger immer häu­fi­ger in den Strom­fluss ein­grei­fen und Kraft­wer­ke kurz­fris­tig hoch- und her­un­ter­re­geln. Für die­se soge­nann­ten „Redispatch“-Maßnahmen müs­sen die Netz­be­trei­ber den Kraft­werks­be­trei­bern hohe Ent­schä­di­gun­gen zah­len. Die Kos­ten hier­für sei­en laut infor­mier­ten Krei­sen im zu Ende gehen­den Jahr ekla­tant nach oben geschos­sen, genaue Zah­len gebe es jedoch noch nicht.

Aktu­ell machen die Netz­kos­ten rund 23 Pro­zent des Strom­prei­ses aus – vor allem im Nor­den und Süden wird es für Ver­brau­cher teu­rer wer­den. So fal­len nach Schät­zun­gen aus Bran­chen­krei­sen für die Netz­ent­gel­te ins­ge­samt rund 18 Mil­li­ar­den Euro an. Bereits im letz­ten Jahr stie­gen die Netz­kos­ten um knapp zwei Pro­zent an. Das Ver­brau­cher­por­tal regis­trier­te die größ­te Erhö­hung mit einer Stei­ge­rung von 7,7 Pro­zent, in Zah­len etwa 20 Euro jähr­lich für den Durch­schnitts­haus­halt, in Baden-Würt­tem­berg. Aber auch in nörd­li­chen Regio­nen ist mit höhe­ren Kos­ten zu rech­nen: So müs­sen auch die Ham­bur­ger mit einem Plus von 6,7 Pro­zent (16 Euro) rechnen.

Netz­ent­gel­te: Erheb­li­che regio­na­le Unterschiede

Nach Mei­nung von Fach­leu­ten sei­en die stei­gen­den Kos­ten vor allem auch eine Fol­ge des Netz­aus­baus, der aktu­ell nur schlep­pend ver­lau­fe. Das Sys­tem gera­te gera­de bei bestimm­ten Wet­ter­la­gen immer wie­der bedroh­lich ins Schwan­ken, solan­ge die gro­ßen Strom­au­to­bah­nen in Nord-Süd-Rich­tung feh­len. Doch auch die erheb­li­chen regio­na­len Kos­ten­un­ter­schie­de sor­gen immer häu­fi­ger für poli­ti­sche Dis­kus­sio­nen: So soll ein Durch­schnitts­haus­halt in Bay­ern zukünf­tig vor­aus­sicht­lich unter 250 Euro jähr­lich, in Bre­men etwa 200 Euro, zah­len. In struk­tur­schwa­chen Län­dern wie Meck­len­burg-Vor­pom­mern müs­se hin­ge­gen mit Belas­tun­gen von über 340 Euro, in Bran­den­burg sogar mit über 350 Euro gerech­net wer­den. Vor kur­zem for­der­te der im Osten und Nor­den täti­ge Strom­netz­be­trei­ber 50Hertz des­halb bun­des­weit ein­heit­li­che Netz­ent­gel­te, um die nega­ti­ven Effek­te für die regio­na­le Wirt­schafts­struk­tur und die Wett­be­werbs­fä­hig­keit einzudämmen.

Trös­ten kön­nen sich momen­tan nur die pri­va­ten Strom­kun­den, denn die teu­re­ren Net­ze sor­gen für einen wei­ter fal­len­den Bör­sen­strom­preis. Damit wird der Ein­kauf des Stroms güns­ti­ger – die­se Erspar­nis muss von den Ver­sor­gern nur auch wirk­lich an die End­kun­den wei­ter­ge­ge­ben werden.

Spar­po­ten­ti­al beim Gas­an­bie­ter­wech­sel um fast 80 Pro­zent gestiegen

In einer aktu­el­len Ana­ly­se hat CHECK24 getes­tet, wie viel Ver­brau­cher durch einen Gas­an­bie­ter­wech­sel in den ver­gan­ge­nen fünf Jah­ren hät­ten ein­spa­ren kön­nen. Das Ergeb­nis zeigt deut­lich: Poten­ti­al nach oben gibt es jede Men­ge – und es ist mit den Jah­ren deut­lich ange­stie­gen. So hät­te bei­spiels­wei­se ein Vier-Per­so­nen-Haus­halt bis heu­te durch­schnitt­lich knapp 1.600 Euro gespart, wenn der Gas­an­bie­ter bereits 2011 gewech­selt wor­den wäre. Getes­tet wur­de das Spar­po­ten­ti­al zwi­schen 2011 und 2015 für einen jähr­li­chen Ver­brauch von 20.000 kWh.

Beein­dru­cken­de Spar­po­ten­tia­le beson­ders für Familien

In der Ana­ly­se wird auch deut­lich, dass das Spar­po­ten­ti­al beim Gas­an­bie­ter­wech­sel enorm gestie­gen ist. So konn­ten Fami­li­en, die 2015 aus der Gas-Grund­ver­sor­gung zu einem alter­na­ti­ven Anbie­ter gewech­selt sind, rund 410 Euro spa­ren – und haben damit heu­te ein 77 Pro­zent höhe­res Spar­po­ten­ti­al als noch im Jahr 2011. Doch wie kommt die­se hohe Erspar­nis­mög­lich­keit zustan­de? Unter ande­rem, weil die Durch­schnitts­prei­se der Grund­ver­sor­ger seit 2011 um fast zehn Pro­zent ange­stie­gen sind, wäh­rend alter­na­ti­ve Anbie­ter ihre Prei­se in der glei­chen Zeit­span­ne um fünf Pro­zent sen­ken konnten.

Im Schnitt konn­te ein Haus­halt mit einem Gas­ver­brauch von 20.000 kWh im Jahr 2011 noch rund 231 Euro spa­ren – 2015 war durch einen Anbie­ter­wech­sel bereits eine Erspar­nis von 410 Euro möglich.

Wech­sel aus der Gas­grund­ver­sor­gung: Gesamt­erspar­nis von 1.600 Euro

Noch beein­dru­cken­der wird das Poten­ti­al bei der Betrach­tung der Gesamt­erspar­nis über einen Zeit­raum von 2011 bis 2015: Im bun­des­wei­ten Durch­schnitt muss­te ein Vier-Per­so­nen-Haus­halt, der Gas aus der Grund­ver­sor­gung nutz­te, ins­ge­samt 7.340 Euro bezah­len. Ein Haus­halt, der über den­sel­ben Zeit­raum hin­ge­gen einen Durch­schnitts­preis, berech­net aus Tari­fen der zehn güns­tigs­ten Alter­na­tiv­an­bie­ter, zahl­te, nur 5.741 Euro. Hier zeigt sich eine Gesamt­erspar­nis von 1.599 – also rund 1.600 – Euro.

Ver­glei­chen und Wech­seln loh­nen sich

Vor allem Ver­brau­cher, die das Gas bis­her über den teu­ren Grund­ver­sor­ger bezie­hen, soll­ten über den Wech­sel zu einem alter­na­ti­ven Anbie­ter nach­den­ken. Mit einem unab­hän­gi­gen Ver­gleich und dem Wech­sel weg vom Grund­ver­sor­ger kön­nen am Ende des Jah­res bis zu meh­re­re hun­dert Euro in der Haus­halts­kas­se gespart werden.

Neu­es Erklär-Video für den Gastarif-Vergleich

Mit dem Video zu unse­rem Gas-Ver­gleichs­rech­ner set­zen wir die Serie unse­rer End­kun­den-Fil­me fort. Das Video ist in Zusam­men­ar­beit mit Video Grizz­ly, einem Spe­zia­lis­ten für ani­mier­te Erklär- und Pro­dukt­vi­de­os, ent­stan­den.

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Neu­es Strom-Video für Ihre Kundenberatung

Mit dem Video zu unse­rem Strom-Ver­gleich star­ten wir eine Serie neu­er End­kun­den-Fil­me, die wir Ihnen für die täg­li­che Bera­tung mit an die Hand geben wol­len. Das Video ist in Zusam­men­ar­beit mit Video Grizz­ly, einem Spe­zia­lis­ten für ani­mier­te Erklär- und Pro­dukt­vi­de­os, ent­stan­den.

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