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Versicherungen

Kun­den­wunsch erfül­len: Aus­ge­zeich­ne­te Leis­tun­gen und trotz­dem spa­ren? Kfz-Ver­si­che­rer AdmiralDirekt.de jetzt exklu­siv bei PROCHECK24!

Güns­ti­ges Bei­trags­ni­veau, aus­ge­zeich­ne­te Leis­tun­gen und guter Ser­vice, das zeich­net den „Spar Cham­pion 2016“ aus — AdmiralDirekt.de, die Direkt­ver­triebs­toch­ter der Itze­ho­er Ver­si­che­run­gen. Seit Anfang Okto­ber 2016 sind die Tari­fe von AdmiralDirekt.de erst­ma­lig auch im Mak­ler­markt exklu­siv über PROCHECK24 erhält­lich. AdmiralDirekt.de bie­tet Bestands­schutz und lau­fen­de Bestands­pro­vi­sio­nen. Das High­light neben aus­ge­zeich­ne­ten Leis­tun­gen: die attrak­ti­ve Zweit­wa­gen­re­ge­lung! AdmiralDirekt.de berück­sich­tigt bei der Bei­trags­be­rech­nung die Scha­den­frei­heits­klas­se des Erst­fahr­zeu­ges, unab­hän­gig davon, wo das Fahr­zeug ver­si­chert ist….

Was bie­tet Admiraldirekt.de Ihnen und Ihren Kunden?

AdmiralDirekt.de ist die Direkt­ver­triebs­toch­ter der renom­mier­ten Itze­ho­er Ver­si­che­run­gen. Das Köl­ner Unter­neh­men ist auf die Ver­si­che­rung von pri­vat genutz­ten Pkw spe­zia­li­siert und zählt zu den größ­ten Kfz-Direkt­an­bie­tern in Deutsch­land. Über Tele­fon, E‑Mail, Chat und sozia­le Netz­wer­ke ist AdmiralDirekt.de werk­tags von 08:00 bis 20:00 Uhr für Kun­den erreich­bar. Im Scha­den­fall selbst­ver­ständ­lich an 365 Tagen im Jahr – rund um die Uhr. Der Doku­men­ten­ver­sand von Ver­si­che­rungs­schei­nen und Nach­trä­gen erfolgt elek­tro­nisch und wird dem Kun­den im pass­wort­ge­schütz­ten Port­al­be­reich „Mein AdmiralDirekt.de“ bereit­ge­stellt. Dies ver­rin­gert den Arbeits­auf­wand für Sie und schafft Trans­pa­renz für Ihre Kun­den. Zusätz­lich wer­den Ihnen in Kür­ze die Ver­si­che­rungs­schei­ne Ihrer Kun­den auch im inter­nen Bereich auf PROCHECK24 ange­zeigt. AdmiralDirekt.de legt höchs­ten Wert auf Trans­pa­renz und eine fai­re Behand­lung von Ver­si­che­rungs­neh­mern und Ver­triebs­part­nern. Obers­tes Ziel ist, dass Sie als Mak­ler und natür­lich auch Ihre Kun­den zufrie­den sind und sich lang­fris­tig auf güns­ti­ge Bei­trä­ge ver­las­sen können.

Güns­ti­ge und leis­tungs­star­ke Tari­fe — wäh­len Sie die pas­sen­de Ver­si­che­rung für Ihre Kunden!

AdmiralDirekt.de ver­si­chert aus­schließ­lich Fahr­zeu­ge, die als Per­so­nen­kraft­wa­gen (Pkw) zuge­las­sen sind. Drei Tari­fe ste­hen zur Aus­wahl: Basis, Kom­fort und Pre­mi­um. Dar­über hin­aus sind neben einer GAP-Absi­che­rung für Lea­sing­fahr­zeu­ge und einem Rabatt­schutz für die Kraft­fahrt­haft­pflicht­ver­si­che­rung und die Voll­kas­ko­ver­si­che­rung auch eine Schutz­brief- und Fah­rer­un­fall­ver­si­che­rung optio­nal erhält­lich. Die Leis­tun­gen der Tari­fe kön­nen Sie hier ein­se­hen. Her­vor­zu­he­ben beim Tarif Kom­fort ist in der Teil- und Voll­kas­ko­ver­si­che­rung die Neu­preis­ent­schä­di­gung bis zu 18 Mona­te nach der Erst­zu­las­sung des Autos. Die Wild­scha­den­de­ckung wird gegen­über dem Basis-Tarif auf den Zusam­men­stoß mit Tie­ren aller Art erwei­tert. Schä­den und Fol­ge­schä­den durch Bis­se von Mar­dern und sons­ti­gen Nage­tie­ren sind bis 3.000 Euro abge­si­chert. Mit dem Pkw ver­bun­de­ne Tei­le, wie z.B. ein inte­grier­tes Navi­ga­ti­ons­sys­tem, sind bis zu einem Gesamt­wert von 6.000 Euro abge­si­chert. Der Tarif Pre­mi­um ent­hält zusätz­lich zu den Leis­tungs­in­hal­ten des Kom­fort-Tarifs eine Schutz­brief- und Fah­rer­un­fall­ver­si­che­rung zu ver­güns­tig­ten Kon­di­tio­nen. Über alle Tari­fe hin­weg bie­tet AdmiralDirekt.de sei­nen Kas­ko­ver­si­cher­ten optio­nal einen Werk­statt­ser­vice an: Ver­si­cher­te kom­men somit nicht nur in den Genuss eines aus­ge­zeich­ne­ten Ser­vice, son­dern spa­ren auch von Anfang an bares Geld in der Kas­ko­ver­si­che­rung. Im Scha­dens­fall wird das Auto des Ver­si­che­rungs­neh­mers in einem Kfz-Part­ner­be­trieb des Unter­neh­mens instand­ge­setzt – der Hol- und Bringser­vice ist hier inbe­grif­fen. Für die Repa­ra­tur wer­den aus­schließ­lich Ori­gi­nal­er­satz­tei­le in Erst­aus­rüs­ter­qua­li­tät ver­wen­det. Auf Karos­se­rie- und Lack­ar­bei­ten bekom­men die Ver­si­cher­ten sechs Jah­re Garan­tie. Wäh­rend der Fahr­zeug­in­stand­set­zung wird dem Kun­den kos­ten­los ein Ersatz­wa­gen gestellt. Den Werk­statt­ser­vice kom­plet­tiert die Rei­ni­gung des Fahr­zeugs von innen wie außen. AdmiralDirekt.de greift bei die­sem Ser­vice auf ein deutsch­land­wei­tes Netz zurück, so wird schnell ein Kfz-Fach­be­trieb in Kun­den­nä­he gefun­den. Sofern der Werk­statt­ser­vice nicht gewählt wur­de, besteht für ihre Kun­den kei­ne gene­rel­le Werk­statt­bin­dung. Beach­ten Sie jedoch bit­te, dass Glas­schä­den, wie bei den meis­ten Direkt­ver­si­che­rern üblich, gene­rell in einem der 2.000 bun­des­weit ver­tre­te­nen Kfz-Part­ner­be­trie­be beho­ben wer­den müs­sen. Die kos­ten­lo­se Tele­ma­tik Spar-Opti­on erlaubt es aus­ge­wähl­ten Kun­den (Scha­den­frei­heits­klas­se in der Kraft­fahr­zeug­haft­pflicht­ver­si­che­rung bei Ver­si­che­rungs­be­ginn max. 4) zusätz­lich bis zu 20% bei der Kfz-Ver­si­che­rung zu spa­ren und dar­über hin­aus von vie­len nütz­li­chen Funk­tio­nen zu pro­fi­tie­ren. Sofern ihrem Kun­den das Zusatz­pro­dukt ange­bo­ten wer­den kann, erscheint es auto­ma­tisch in der Ergeb­nis­lis­te. Bis zu 20% spa­ren! Bei AdmiralDirekt.de nicht nur ein Ver­spre­chen. Auf­grund ihrer guten Fahr­qua­li­tät erhal­ten aktu­ell 82% der AdmiralDirekt.de Kun­den, die sich für die kos­ten­lo­se Tele­ma­tik Spar-Opti­on ent­schie­den haben, nach einem Jahr eine durch­schnitt­li­che Bonus­ver­gü­tung in Höhe von 56,79 Euro.
Das High­light zum Schluss: Die Zweit­wa­gen­ver­si­che­rung von AdmiralDirekt.de. Bei der Bei­trags­be­rech­nung berück­sich­tigt der Anbie­ter die Scha­den­frei­heits­klas­se des Erst­wa­gens. Unab­hän­gig davon, ob der Erst­wa­gen bei AdmiralDirekt.de ver­si­chert ist oder nicht. Bedin­gung dafür ist, dass bei­de Fahr­zeu­ge als Pkw ver­si­chert sind, Ver­si­che­rungs­neh­mer und Hal­ter bei­der Pkw iden­tisch sind und die Nut­zung auf den Ver­si­che­rungs­neh­mer und den Lebens­part­ner (in häus­li­cher Gemein­schaft) beschränkt ist.

Wie arbei­tet AdmiralDirekt.de?

Bei Ver­trags­ab­schluss wird die E‑Mail-Adres­se sowie die Mobil­te­le­fon­num­mer des Ver­si­cher­ten abge­fragt. Nach Ver­trags­ab­schluss, bzw. Zulas­sung des Pkw, stellt AdmiralDirekt.de dem Ver­si­cher­ten alle Ver­trags­un­ter­la­gen in einem pass­wort­ge­schütz­ten Por­tal „Mein AdmiralDirekt.de“ zur Ver­fü­gung. Die Anga­be einer kor­rek­ten E‑Mail-Adres­se, sowie einer Mobil­te­le­fon­num­mer sind dafür zwin­gend erforderlich.
Es wer­den kei­ne Rabatt­über­tra­gun­gen von Drit­ten akzep­tiert nur die vom Ver­si­che­rungs­neh­mer selbst erfah­re­nen Scha­den­frei­heits­jah­re. Dar­über hin­aus sind kei­ne Rabatt­über­tra­gun­gen von ande­ren Fahr­zeug­ar­ten (z.B. Motor­rad) auf Pkw möglich.
Kommt der Ver­si­cher­te der Ver­pflich­tung der Zah­lung des Erst­bei­trags schuld­haft nicht nach, behält AdmiralDirekt.de sich vor, sofort vom Ver­trag zurückzutreten.

Pro­dukt­fa­vo­ri­ten in der Arbeitskraftabsicherung

2015 war die Geschäfts­ent­wick­lung mit Pro­duk­ten zur Arbeits­kraft­ab­si­che­rung laut einer Ass­com­pact-Stu­die für fast die Hälf­te der unab­hän­gi­gen Ver­mitt­ler bes­ser als im Jahr zuvor, nur für jeden sieb­ten schlech­ter. Der Absatz von selbst­stän­di­gen BU-Poli­cen läuft nach Ver­mitt­ler­aus­sa­ge bezie­hungs­wei­se ‑erwar­tung sowohl gegen­wär­tig als auch künf­tig am bes­ten. Auch bei Dread-Dise­a­se‑, Grund­fä­hig­keits- und Erwerbs­un­fä­hig­keits-Ver­si­che­run­gen gibt es ver­gleichs­wei­se posi­ti­ve Aussichten.

Im Rah­men der „Markt­stu­die BU/ Arbeits­kraft­ab­si­che­rung 2016“ wur­de neben den Anbie­tern mit den größ­ten Geschäfts­an­tei­len im unab­hän­gi­gen Ver­mitt­ler­markt auch erho­ben, wie sich das Ver­mitt­lungs­ge­schäft in die­sem Bereich im ver­gan­ge­nen Jahr ent­wi­ckelt hat.

Grund­la­ge der Ass­com­pact-Stu­die der BBG Betriebs­be­ra­tungs GmbH und der IVV Insti­tut für Ver­si­che­rungs­ver­trieb Bera­tungs­ge­sell­schaft mbH war eine im März 2016 durch­ge­führ­te Online-Umfra­ge unter Ver­si­che­rungs­mak­lern, Kapi­tal­an­la­ge-Ver­mitt­lern und Mehr­fach­ver­tre­tern. Die Grö­ße der Net­to­stich­pro­be wird mit 508 unab­hän­gi­gen Ver­mitt­lern angegeben.

Nur bei jedem sieb­ten Befrag­ten lief es schlechter

Rund jeder 14. Befrag­te berich­te­te für 2015 von deut­lich höhe­ren Cour­ta­ge­ein­nah­men im Geschäfts­feld Arbeits­kraft­ab­si­che­rung als im Jahr zuvor (Ant­wort­op­ti­on: „lief viel bes­ser“). Bei ins­ge­samt über vier von zehn (Vor­jah­res­un­ter­su­chung: einem von zwei) Ver­mitt­lern gab es eine posi­ti­ve Ent­wick­lung der Cour­ta­ge­ein­nah­men (Sum­me der Ant­wor­ten „lief viel bes­ser“ und „lief eher besser“).

In etwa genau­so groß war der Anteil der­je­ni­gen, bei denen es nach eige­nem Bekun­den kei­ne Ver­än­de­rung gab. Unver­än­dert nur knapp jeder sieb­te Befrag­te berich­te­te von sin­ken­den Courtageeinnahmen.

Gefragt wur­de wei­ter nach dem Absatz ver­schie­de­ner Pro­duk­te zur Arbeits­kraft­ab­si­che­rung sowie den erwar­te­ten Absatz­trends in den kom­men­den ein bis drei Jahren.

Absatz­trends in der Arbeitskraftabsicherung

Wenig über­ra­schend wer­den selbst­stän­di­ge Berufs­un­fä­hig­keits- (BU-) Poli­cen am häu­figs­ten regel­mä­ßig ver­mit­telt, über 96 Pro­zent gaben dies an. Jeweils ein knap­pes Drit­tel nann­te die Pro­dukt­ka­te­go­rien Dread Dise­a­se, BUZ (Ren­te), Grund­fä­hig­keits- und Erwerbs­un­fä­hig­keits-Ver­si­che­run­gen. Auf den gerings­ten Anteil kamen Mul­ti-Risk-Poli­cen (Leben) mit einem Anteil von nicht ein­mal einem Neuntel.

Eine teil­wei­se deut­lich abwei­chen­de Rang­fol­ge gibt es bei den „ganz all­ge­mein“ erwar­te­ten Umsatz­trends in den kom­men­den ein bis drei Jah­ren, auch wenn hier eben­falls die selbst­stän­di­ge BU an ers­ter Stel­le liegt. Gut zwei Drit­tel (Vor­jahr: fast drei Vier­tel) der Befrag­ten rech­nen hier mit einem „viel“ oder „eher“ bes­se­ren Produktabsatz.

Dahin­ter fol­gen die pri­va­te BU (Schicht drei) sowie die Pfle­ger­en­ten-Ver­si­che­rung mit etwas mehr bezie­hungs­wei­se etwas weni­ger als der Hälf­te an „besser“-Nennungen. Auch hier waren die Antei­le um etwa fünf Pro­zent­punk­te rück­läu­fig. Bei Dread-Dise­a­se- und Grund­fä­hig­keits-Poli­cen erwar­ten jeweils rund 45 Pro­zent einen bes­se­ren Umsatztrend.

Bild: Asscompact, Marktstudie BU/ Arbeitskraftabsicherung 2016

Wor­auf bei Pro­dukt­aus­wahl geach­tet wird

Wei­ter wur­de gefragt, auf wel­che Kenn­zah­len und Ratings die Ver­mitt­ler bei einer Pro­dukt­emp­feh­lung in den Bera­tungs­pro­zess zurück­grei­fen. So bin­den über 60 Pro­zent der Befrag­ten die Leis­tungs­quo­te ein, bei der Pro­zess­quo­te ist es immer­hin noch über die Hälfte.

Auf Pro­dukt­ra­tings wie etwa von der Mor­gen & Mor­gen GmbH oder von der Fran­ke und Born­berg GmbH grei­fen bei der Pro­dukt­aus­wahl über drei Vier­tel der Befrag­ten zurück. Finanz­stär­ke­ra­tings wer­den von etwa zwei Drit­teln der unab­hän­gi­gen Ver­mitt­ler genannt, bei Ser­vice­ra­tings ist es knapp die Hälfte.

Die 265-sei­ti­ge Unter­su­chung „Markt­stu­die BU/ Arbeits­kraft­ab­si­che­rung 2016“ kann für 2.320,50 Euro inklu­si­ve Mehr­wert­steu­er bei Karin Jelit­to per E‑Mail oder per Tele­fon unter 0921 7575833 bestellt werden.

Björn Wichert

IDD — Gigan­ti­sche Sank­tio­nen bei kleins­ten Feh­lern in der Versicherungsvermittlung?

Ab 23.2.2018 muss spä­tes­tens die Umset­zung der im Febru­ar 2016 in Kraft getre­te­nen Ver­si­che­rungs­ver­triebs­richt­li­nie (IDD) in das Recht der EU-Mit­glieds­staa­ten voll­zo­gen sein. Zuneh­mend wer­den in die­sem Zusam­men­hang nun Detail­fra­gen dis­ku­tiert. Vie­le Aus­le­gungs­vor­ga­ben kom­men dazu noch aus Brüs­sel. Aber auch in Deutsch­land wird die IDD dis­ku­tiert und inter­pre­tiert. Ein Punkt sein nach­fol­gend erläu­tert, der der­zeit für nicht uner­heb­li­che Miß­ver­ständ­nis­se sorgt.

Im Inter­net ist zu lesen und wird ähn­lich auch ander­wei­tig kolportiert:
„Erst­mals führt die IDD stren­ge Sank­ti­ons­me­cha­nis­men ein … . Neben der Unter­las­sens­an­ord­nung, dem zeit­wei­li­gen Berufs­ver­bot und dem Erlaub­nis-Wider­ruf regelt Arti­kel 33 Abs. 2 IDD für den Fall des Ver­sto­ßes gegen die Infor­ma­ti­ons­pflich­ten und Wohl­ver­hal­tens­re­geln … zudem fol­gen­de emp­find­li­che Geld­bu­ßen: bei juris­ti­schen Per­so­nen: min­des­tens € 5 Mio. oder 5% des jähr­li­chen Gesamt­um­sat­zes des Unter­neh­mens und maxi­mal das Zwei­fa­che der infol­ge des Ver­sto­ßes erziel­ten Gewin­ne bzw. ver­hin­der­ten Verluste;bei natür­li­chen Per­so­nen: min­des­tens € 700.000 und maxi­mal das Zwei­fa­che der infol­ge des Ver­sto­ßes erziel­ten Gewin­ne bzw. ver­hin­der­ten Verluste.“

Heißt das nun tat­säch­lich, dass für jeden noch so klei­nen Feh­ler, den ein ein­zel­ner Ver­si­che­rungs­ver­mitt­ler zukünf­tig begeht, min­des­tens 700.000 Euro als Stra­fe durch die Auf­sichts­be­hör­de ver­hängt werden?

Nein. Das hat der euro­päi­sche Gesetz­ge­ber so nicht gewollt. Wür­de es doch bedeu­ten, dass schon bei einer feh­ler­haf­ten oder ver­ges­se­nen Kun­den­erst­in­for­ma­ti­on oder einem klei­ner Feh­ler bei der Bera­tung die wirt­schaft­li­che Exis­tenz des Ver­mitt­lers rui­niert wäre. Hier wur­de bei der Lek­tü­re der IDD lei­der ein ganz wesent­li­ches Wort über­le­sen. Die IDD sagt näm­lich nicht, dass die Stra­fe min­des­tens 700.000 Euro sein soll son­dern MAXIMAL MINDESTENS 700.000 Euro.

Und das ist ein rie­si­ger Unter­schied. Wenn die Stra­fe min­des­tens 700.000 Euro beträgt, heißt das, dass die Stra­fe nicht dar­un­ter lie­gen darf. Dar­über darf sie aber lie­gen. Und damit wäre tat­säch­lich schon beim kleins­ten Ver­stoß gegen Wohl­ver­hal­tens­re­geln, die in der IDD defi­niert wer­den, die Exis­tenz des betrof­fe­nen Ver­mitt­lers zer­stört. Eine Haft­pflicht­ver­si­che­rung wür­de für sol­che Auf­sichts­sank­tio­nen auch nicht einstehen.

Wenn die Stra­fe aber – wie tat­säch­lich in der IDD fest­ge­schrie­ben — maxi­mal min­des­tens 700.000 Euro betra­gen soll, heißt das, sie kann von 0 Euro Geld­stra­fe bis zu maxi­mal 700.000  Euro Geld­stra­fe betra­gen.  Der deut­sche Gesetz­ge­ber dürf­te also nicht fest­le­gen, dass die Maxi­malsank­ti­on nur 500.000 Euro betra­gen soll. Wobei aber durch das „maxi­mal min­des­tens“ dem jewei­li­gen natio­na­len Gesetz­ge­ber die Mög­lich­keit gelas­sen wird, die Maxi­mal­stra­fe noch höher als die 700.000 Euro zu set­zen. Im deut­schen Gesetz­ge­bungs­ver­fah­ren könn­te also ent­schie­den wer­den, dass die Maxi­malsank­ti­on 1 Mio Euro betra­gen soll. Kla­rer wird der Wil­le des euro­päi­schen Gesetz­ge­bers noch dann, wenn man in der IDD den fol­gen­den Arti­kel 34 liest. Dort wird aus­ge­führt, dass bei der Höhe der Stra­fe die Umstän­de des Ein­zel­fal­les zu betrach­ten sind. Also Schwe­re und Dau­er des Ver­sto­ßes, Höhe des Scha­dens etc. Bei gerin­ger Schuld, kei­ner­lei Scha­den für den Kun­den und viel­leicht noch Reue des Ver­mitt­lers wäre eine Stra­fe von meh­re­ren hun­dert­tau­send Euro inso­fern völ­lig absurd. Viel­mehr reicht in solch einem Fall ein erho­be­ner Zei­ge­fin­ger und genau das hat der euro­päi­sche Gesetz­ge­ber auch so vorgesehen.

Ansprech­part­ner zu die­ser Meldung:
Rechts­an­walt Nor­man Wirth, kanzlei@wirth-rae.de

Über „Wirth-Rechts­an­wäl­te“:
Seit 1998 ver­trau­en anspruchs­vol­le Man­dan­ten in Rechts­fra­gen auf die Kom­pe­tenz der bun­des­weit täti­gen Kanz­lei “Wirth-Rechts­an­wäl­te”. Die in der Kanz­lei täti­gen Anwäl­te haben sich ins­be­son­de­re auf das Versicherungs‑, Bank- und Kapi­tal­markt­recht sowie gewerb­li­chen Recht­schutz spezialisiert.

Das Ver­mitt­ler­re­gis­ter – ein Nach­weis für Fachqualität?

Die Ver­mittler­zah­len im DIHK-Regis­ter neh­men ab – und das schon seit 2011. Haupt­säch­lich geht dies zulas­ten der gebun­de­nen Ver­tre­ter, wäh­rend die Anzahl der Ver­si­che­rungs­mak­ler im Zeit­raum der letz­ten fünf Jah­re leicht gestie­gen ist und zuletzt sogar sta­bil blieb. Was die Zah­len nicht ver­ra­ten, ist das Aus­maß von Fluk­tua­ti­on und Sta­tus­wech­sel. Ein­deu­tig scheint aber: Der Trend zum „Mak­ler“ ist unüber­seh­bar. Dies zeigt eine Ana­ly­se von stich­pro­ben­haft aus­ge­wähl­ten Zah­len der IHK Hannover.

Seit Janu­ar 2011 ist die Zahl der regis­trier­ten Ver­si­che­rungs­ver­mitt­ler laut Sta­tis­tik des Deut­schen Indus­trie- und Han­dels­kam­mer­tag e.V. (DIHK) von 263.452 auf inzwi­schen 231.312 zurück­ge­gan­gen. Das Minus an Ver­mitt­lern beträgt damit rund 12,2 Prozent.

Vor­nehm­lich betrof­fen sind die gebun­de­nen erlaub­nis­frei­en Ver­tre­ter (§ 34d Absatz 4 GewO), deren Anzahl im glei­chen Zeit­raum von 182.224 auf 150.885 zusam­men­ge­schmol­zen ist. Das Minus liegt hier bei cir­ca 17,2 Prozent.

Im glei­chen Zeit­raum fiel die Anzahl der Ver­si­che­rungs­ver­tre­ter mit Erlaub­nis (§ 34d Absatz 1 GewO) nur um cir­ca zehn Pro­zent von 33.829 auf 30.007 Per­so­nen; die der Ver­si­che­rungs­mak­ler (§ 34d Absatz 1 GewO) stieg sogar um cir­ca 2.500 Per­so­nen auf 46.648. Noch 1995 gab das Jahr­buch der deut­schen Ver­si­che­rungs­wirt­schaft die Zahl der Mak­ler­be­trie­be mit 3.000 an.

Zah­len sind nur wenig aufschlussreich

Grund­sätz­lich bie­tet das Ver­mitt­ler­re­gis­ter recht wenig Anhalts­punk­te für sta­tis­ti­sche Erhe­bun­gen, die Auf­schluss geben könn­ten zu Wan­de­rungs­be­we­gun­gen, Neu­an­mel­dun­gen und Abgän­gen. Auch eine Nach­fra­ge des Autors nach kon­kre­ten Zah­len bei der Indus­trie- und Han­dels­kam­mer (IHK) Han­no­ver ergab nur einen nicht sehr viel­sa­gen­den Befund.

6.465 Ver­mitt­ler waren hier per 1. April regis­triert, davon 2.338 direkt über die IHK – in einem Bezirk, der cir­ca 40 Pro­zent des Lan­des Nie­der­sach­sen abdeckt. Mit Han­no­ver als Groß­stadt, den Mit­tel­städ­ten Göt­tin­gen und Hil­des­heim und einem gro­ßen länd­li­chen Raum kann die­ser durch­aus so etwas wie einen Durch­schnitt der deut­schen Ver­mitt­ler­land­schaft abbil­den. Es wäre dann auf die aktu­el­len Zah­len gese­hen eine Stich­pro­be von rund 2,8 Prozent.

Aus­maß der Fluktuationen

Im Zeit­raum der ech­ten Neu­an­mel­dun­gen – Anfang 2009 waren die Über­gangs­re­ge­lun­gen abge­lau­fen und bereits täti­ge Ver­mitt­ler muss­ten end­gül­tig regis­triert sein – fiel die Anzahl von 206 in 2010 auf nur noch 125 im Jahr 2015. In Bezug auf den Gesamt­be­stand von 2.338 Regis­trie­run­gen ist das nur eine Fluk­tua­ti­ons­quo­te von cir­ca fünf Pro­zent. Gra­vie­ren­der aber ist, dass der pro­zen­tua­le Rück­gang der Neu­an­mel­dun­gen noch aus­ge­präg­ter ist als der Rück­gang der rei­nen Abgänge.

Bei der IHK Han­no­ver wird ver­mu­tet, dass sich die jähr­li­chen Neu­an­mel­dun­gen auf dem Niveau von 120 bis 140 ein­pen­deln wer­den. Aus den Zah­len kann zumin­dest geschlos­sen wer­den, dass die Zahl der Neu­zu­gän­ge am Markt zunächst die Abgän­ge nicht dau­er­haft kom­pen­sie­ren wird. The­sen von Nach­wuchs­man­gel kön­nen auf­grund die­ses engen Befun­des aber gestützt werden.

Sta­tus­wech­sel hin zum unge­bun­den Vermittler

Sta­tus­wech­sel fin­den vor­nehm­lich von der Agen­ten- zur Mak­ler­schaft statt. Die Anzahl wird von der IHK Han­no­ver pro Jahr mit 20 bis 30 Wech­seln ange­ge­ben. In Ein­zel­fäl­len geht es auch in umge­kehr­te Richtung.

Der Sta­tus­wech­sel ist völ­lig unkom­pli­ziert, kos­tet ledig­lich einen zwei­stel­li­gen Betrag und ver­langt den Nach­weis einer ande­ren Ver­mö­gens­scha­den-Haft­pflicht-Ver­si­che­rung. Selbst die Regis­trie­rungs­num­mer bleibt erhalten.

Da die Zah­len der zuge­las­se­nen Mak­ler im IHK-Bezirk, wie die in der gesam­ten Bun­des­re­pu­blik, zuletzt ten­den­zi­ell kon­stant geblie­ben sind, glei­chen die Zugän­ge aus der Agen­ten­schaft und die ech­ten Neu­grün­dun­gen die „natür­li­chen“ Abgän­ge wohl im Wesent­li­chen aus. Auch die­se Zah­len sind wegen der gerin­gen Stich­pro­be wei­ter zu hinterfragen.

Unter­schie­de bei der Privilegierung

Nicht die gerings­ten Anhalts­punk­te gibt es für die Wan­de­rungs­be­we­gun­gen aus der gebun­de­nen Ver­tre­ter­schaft in die ungebundene.

Sta­tus­wech­sel in die Selbst­re­gis­trie­rung sind wenig bekannt, obwohl Ver­bän­de aller Art die­se Art der Anmel­dung befür­wor­ten und so man­cher Agent die soge­nann­te „pri­vi­le­gier­te Part­ner­schaft“ durch das Ver­si­che­rungs-Unter­neh­men, die ihn von eini­gen Pflich­ten wie der Sach­kun­de­prü­fung befreit, längst bereut hat.

Bezüg­lich der soge­nann­ten Pri­vi­le­gie­rung gibt es aber ganz offen­sicht­lich erheb­li­che Ein­stel­lungs-Unter­schie­de. Der han­no­ver­sche Ver­si­che­rer Con­cordia zum Bei­spiel nimmt grund­sätz­lich kei­ne Eigen­an­mel­dun­gen von Ver­tre­tern vor.

Hin­ter den Kulis­sen – oder was eigent­lich alles nicht bekannt ist!

Bei Vor­ge­hens­wei­sen wie der­je­ni­gen der Con­cordia müs­sen zumin­dest gesetz­li­che Qua­li­fi­ka­ti­ons-Anfor­de­run­gen von den nicht „pri­vi­le­gier­ten“ Ver­mitt­lern erfüllt sein.

Umge­kehrt sind trotz aller Lip­pen­be­kennt­nis­se Anmel­dun­gen der Ver­si­che­rer ins Ver­mitt­ler­re­gis­ter nicht immer fach­qua­li­täts­be­zo­gen, son­dern oft ver­kaufs­po­li­tisch moti­viert. Ein ein­deu­ti­ger Nach­weis für die gewünsch­te Fach­kennt­nis ist der Regis­ter­ein­trag daher trotz aller Selbst­be­kun­dun­gen nach wie vor nicht.

Offen bleibt, wo zum Bei­spiel Unter­agen­tu­ren im Ver­mitt­ler­re­gis­ter zu fin­den sind. Gera­de in letz­ter Zeit ist das Frei­set­zen und Unter­ord­nen vie­ler klei­ner Agen­tu­ren unter Groß­agen­tu­ren zu beob­ach­ten. Da Unter­agen­ten in vie­len Fäl­len kaum durch das Ver­si­che­rungs-Unter­neh­men „pri­vi­le­giert“ wer­den, wäre eine Eigen­an­mel­dung oft angezeigt.

Schwie­ri­ge Grenzziehungen

Die Zahl der Erlaub­nis­ver­tre­ter müss­te dann, bezug­neh­mend auf die Unter­agen­tu­ren, aber ver­mut­lich höher sein als die zur­zeit fest­ge­stell­ten rund 30.000. Regel­rech­te Anstel­lun­gen sind aus Kos­ten­grün­den eher die Aus­nah­me. Insi­der ver­mu­ten daher Grau­zo­nen und Schwarz­ar­beit, zumal Grenz­zie­hun­gen zwi­schen Tipp­ge­ben, Nam­haft­ma­chen, Daten­er­fas­sen und „ech­ter“ regis­trie­rungs-pflich­ti­ger Ver­mitt­lungs­ar­beit inter­pre­ta­ti­ons­fä­hig sind.

Mit­te 2002 gab die Avad – Aus­kunfts­stel­le über den Ver­si­che­rungs-/ Bau­spar­kas­sen­au­ßen­dienst und Ver­si­che­rungs­mak­ler in Deutsch­land e.V. die Zahl der bei ihr regis­trier­ten Ver­mitt­ler noch mit 527.753 an, dar­un­ter rund 205.000 Ver­tre­ter, rund 60.000 Mehr­fach­ver­mitt­ler, 35.000 Mak­ler, 72.000 Ange­stell­te und 140.000 Nebenberufler.

Im Jahr­buch von 1995 waren das noch cir­ca 300.000. Auch wenn die Zah­len von Avad und des Regis­ters kaum ver­gleich­bar sind, stellt sich hier die Fra­ge nach dem rasan­ten Abstieg bei den Nebenberuflern.

Nach­weis für Zunah­me von Fachqualität?

Auch die gera­de bekannt gewor­de­nen Zah­len der Wei­ter­bil­dungs-Initia­ti­ve „gut bera­ten“ von 116.190 Bil­dungs­kon­ten las­sen kei­ne Rück­schlüs­se auf Anzahl und Fach­qua­li­tät der pro­fes­sio­nel­len Selbst­stän­di­gen zu, sind doch cir­ca 38.700 Ange­stell­te unter den Kontoinhabern.

Dem­nach ver­blei­ben rund 77.500 Selbst­stän­di­ge in der Bil­dungs­of­fen­si­ve. Damit hät­te nicht ein­mal ein Drit­tel der im Regis­ter geführ­ten Selbst­stän­di­gen ein Wei­ter­bil­dungs­kon­to und nicht ein­mal die Hälf­te der Ausschließlichkeits-Vermittler.

Micha­el Erdmann

Was ändert sich durch die IDD? Die Ant­wor­ten auf die Top-FAQs.

Am 22.02.2016 tritt die „Insuran­ce Dis­tri­bu­ti­on Direc­ti­ve“ (IDD) in Kraft. Im Unter­schied zur bis­he­ri­gen Ver­mitt­lerricht­li­nie (IMD) gilt sie für alle Ver­triebs­ak­ti­vi­tä­ten der Ver­si­che­rungs­wirt­schaft in Euro­pa. Im Vor­feld wur­de viel über die Inhal­te und sich dar­aus erge­ben­den Kon­se­quen­zen spe­ku­liert. Rechts­an­walt Nor­man Wirth beant­wor­tet im nach­fol­gen­den Bei­trag die wich­tigs­ten Fra­gen rund um das The­ma IDD und was Ver­si­che­rungs­ver­mitt­ler wis­sen müssen.

1. Was ist die IDD?
IDD ist die Abkür­zung für Insuran­ce Dis­tri­bu­ti­on Direc­ti­ve, zu Deutsch: Ver­si­che­rungs­ver­triebs­richt­li­nie. Frü­her hieß sie noch IMD 2, zu Deutsch: Ver­si­che­rungs­ver­mitt­lerricht­li­nie 2. Dazu ein kur­zer Blick in die His­to­rie: Mit der Ver­si­che­rungs­ver­mitt­lerricht­li­nie 1 aus dem Jahr 2003 wur­de der Grund­stein für die ers­te umfas­sen­de Regu­lie­rung der Ver­si­che­rungs­ver­mitt­lung, ins­be­son­de­re durch Ein­füh­rung des Para­gra­fen 34 d Gewer­be­ord­nung in Deutsch­land anno 2007 gelegt. Inzwi­schen wur­de in den Län­dern der EU geschaut, wo sich die dama­li­ge Regu­lie­rung bewährt hat und wo es (ver­meint­lich) noch Hand­lungs­be­darf gibt. Die gro­ßen Über­schrif­ten sind Ver­brau­cher­schutz und euro­päi­sche Har­mo­ni­sie­rung natio­na­ler Vor­schrif­ten. Umfasst sein sol­len nun nicht nur die Ver­mitt­ler, son­dern alle Vertriebsformen.

2. Was steht dort kon­kret für Ver­si­che­rungs­mak­ler drin?
Rich­tig kon­kret ist dort wenig zu fin­den. Die Richt­li­nie gibt viel­mehr in wei­ten Tei­len einen Rah­men vor, inner­halb des­sen sich die ein­zel­nen Mit­glieds­län­der bei der Umset­zung in natio­na­les Recht bewe­gen kön­nen. Es wird expli­zit von einer ange­streb­ten Min­dest­har­mo­ni­sie­rung gespro­chen. Das soll die ein­zel­nen EU-Län­der nicht dar­an hin­dert, stren­ge­re Regeln im jewei­li­gen Land aufzustellen.

3. Kommt damit jetzt das Provisionsverbot?
Ein Pro­vi­si­ons­ver­bot ist aus­drück­lich nicht in der Ver­ord­nung, obwohl die­ses The­ma lan­ge dis­ku­tiert wur­de. Damit ist es den EU-Mit­glieds­staa­ten frei­ge­stellt, ein sol­ches Ver­bot ein­zu­füh­ren – oder auch nicht. In Deutsch­land ist nach Bekennt­nis der der­zei­ti­gen Regie­rungs­par­tei­en mit einem Pro­vi­si­ons­ver­bot im Rah­men der Umset­zung in deut­sches Recht nicht zu rechnen.

4. Äußert sich die IDD zur Hono­rar­be­ra­tung oder zu soge­nann­ten Mischmodellen?
Ja! Der Ver­mitt­ler soll vor Abschluss des Ver­si­che­rungs­ver­tra­ges dem Kun­den mit­tei­len, wie er ver­gü­tet wird. Das kön­nen u.a. sein: eine Gebühr vom Kun­den, eine in der Ver­si­che­rungs­prä­mie ein­ge­preis­te Pro­vi­si­on vom Ver­si­che­rer oder aber eine Kom­bi­na­ti­on davon (Misch­mo­dell). Kick Backs sind auf jeden Fall offenzulegen.

5. Was ist mit Roboad­vice bzw. Ver­trieb ohne per­sön­li­che Beratung?
Die Richt­li­nie erlaubt grund­sätz­lich auch bera­tungs­frei­en Ver­trieb. Anders als bis­her in Deutsch­land, wo – mit Aus­nah­me im Ein­zel­fall oder beim Direkt­ver­trieb im Fern­ab­satz– eine Bera­tungs­pflicht besteht. Damit ist ins­be­son­de­re das Tor für den inter­net­ba­sier­ten, bera­tungs­frei­en Ver­trieb offen. Es wird expli­zit unter­schie­den zwischen
• Bera­tung mit einer per­sön­li­chen Emp­feh­lung an den Kun­den, war­um ein bestimm­tes Pro­dukt den Wün­schen und Bedürf­nis­sen des Kun­den am bes­ten ent­spricht und
• Ange­bot und Abschluss eines Ver­tra­ges, der den Wün­schen und Bedürf­nis­sen des Kun­den ent­spricht, die sich aus den ermit­tel­ten Anga­ben des Kun­den erge­ben, wobei der Kun­de anhand erteil­ter, objek­ti­ver Infor­ma­tio­nen eine wohl­in­for­mier­te Ent­schei­dung tref­fen kann (ohne Beratung!).
Was davon der deut­sche Gesetz­ge­ber über­nimmt, bleibt abzuwarten.

6. Ändert sich etwas bei der bereits obli­ga­to­ri­schen Vermögensschadenshaftpflichtversicherung?
Die Min­dest­ver­si­che­rungs­sum­me wird für jeden ein­zel­nen Scha­dens­fall auf 1.250.000 Euro erhöht. Die 1.850.000 Euro für die Gesamt­scha­dens­fäl­le pro Jahr blei­ben ana­log des­sen, was wir bis­her in Deutsch­land so schon haben. Es bleibt wei­ter wie bis­her bei einer Kop­pe­lung an den Euro­päi­schen Ver­brau­cher­preis­in­dex und eine evtl. regel­mä­ßi­ge Anpas­sung (alle 5 Jahre).

7. Gibt es wie­der Aus­nah­men für soge­nann­te Annexvermittler?
Ja. Die­se sind sehr klar geregelt.
Die Jah­res­prä­mie darf bei zeit­an­tei­li­ger Berech­nung 600 Euro nicht über­stei­gen. Aus­nah­me: bei Ver­si­che­rung für eine Dienst­leis­tung mit weni­ger als 3 Mona­ten Dau­er max. 200 Euro.
Es darf nur eine Ver­si­che­rung betreffen,
• die im Zusam­men­hang mit einer Rei­se oder aber
• dem Defekt, Ver­lust oder Beschä­di­gung einer Ware oder
• der Nichtin­an­spruch­nah­me einer Dienst­leis­tung steht.

8. Was sagt die Richt­li­nie zu Tippgebern?
Nichts. Die IDD gilt expli­zit nicht für rein vor­be­rei­ten­de Tätig­kei­ten, etwa bestehend in der Wei­ter­ga­be von Daten und Infor­ma­tio­nen über poten­ti­el­le Ver­si­che­rungs­neh­mer an Ver­mitt­ler oder Versicherungsunternehmen.

9. Kommt die Weiterbildungspflicht?
Ja. Die Richt­li­nie legt eine Dau­er von 15 Zeit­stun­den pro Jahr min­des­tens fest. Es bleibt den Mit­glieds­staa­ten unbe­nom­men, hier­über hin­aus zu gehen.

10. Bis­her waren es doch bei uns schon 200 Stun­den in 5 Jahren?
Das war kei­ne gesetz­li­che Pflicht. Es han­delt es sich hier­bei um eine frei­wil­li­ge Ange­le­gen­heit der Initia­ti­ve „gut bera­ten“, die dem Berufs­bil­dungs­werk der Deut­schen Ver­si­che­rungs­wirt­schaft e.V., getra­gen von einem Teil der Ver­si­che­rungs- und Ver­mitt­ler­bran­che, zuge­hört. Denk­bar ist für die Zukunft, dass z.B. die IHKen als Auf­sicht für die Wei­ter­bil­dungs­pflicht instal­liert wer­den. Das macht u.a. Sinn, da dort bereits das Ver­mitt­ler­re­gis­ter besteht.

11. Wird die Infor­ma­ti­ons­flut für den Kun­den wei­ter ver­schärft oder etwas zurück gefahren?
Hier ist lei­der mit einer wei­te­ren Ver­schär­fung zu rech­nen. Es muss zu jedem Pro­dukt ein zusätz­li­ches Infor­ma­ti­ons­blatt (Papier oder Daten­trä­ger) kon­zi­piert und dem Kun­den aus­ge­hän­digt wer­den. Vor­ga­ben für die hier­für ver­ant­wort­li­chen Ver­si­che­rungs­un­ter­neh­men wird dazu noch die euro­päi­sche Auf­sichts­be­hör­de EIOPA machen.

12. Wer­den fonds­ge­bun­de­ne Ver­si­che­run­gen wei­ter­hin als Ver­si­che­rungs- oder jetzt als Kapi­tal­an­la­ge­pro­duk­te behandelt?
Sie gel­ten wei­ter als Ver­si­che­run­gen, soge­nann­te Ver­si­che­rungs­an­la­ge­pro­duk­te. Der Ver­mitt­ler­sta­tus bleibt offi­zi­ell auch der­je­ni­ge eines Ver­si­che­rungs­ver­mitt­lers, also ohne die Not­wen­dig­keit der Zulas­sung nach § 34 f Gewer­be­ord­nung. Die IDD über­trägt den Ver­mitt­lern jedoch nahe­zu die­sel­ben Pflich­ten beim Kun­den, wie es sie bereits schon ein Kapi­tal­an­la­ge­ver­mitt­ler hat. Dazu gehö­ren u.a. die Ein­ho­lung der Infor­ma­tio­nen über Kennt­nis­se und Erfah­run­gen des Kun­den im Anla­ge­be­reich, die finan­zi­el­len Ver­hält­nis­se, die Mög­lich­keit auch Ver­lus­te tra­gen zu kön­nen, die Risi­ko­to­le­ranz und die Anla­ge­zie­le — alles mit dem Ziel, nur geeig­ne­te Pro­duk­te zu empfehlen.

13. Wann muss die Umset­zung in deut­sches Recht voll­zo­gen sein?
Ab 23.2.2018, also zwei Jah­re ab Ver­öf­fent­li­chung der IDD im euro­päi­schen Gesetz­blatt, muss spä­tes­tens die Umset­zung voll­zo­gen sein.